{"id":1125,"date":"2024-11-28T10:00:00","date_gmt":"2024-11-28T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dorp.de\/?p=1125"},"modified":"2025-07-19T16:51:05","modified_gmt":"2025-07-19T14:51:05","slug":"metalle-fuer-die-verpackungsindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dorp.de\/en\/metalle-fuer-die-verpackungsindustrie\/","title":{"rendered":"Metalle f\u00fcr die Verpackungsindustrie"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vielseitige Anwendungsm\u00f6glichkeiten<\/h2>\n\n\n\n<p>Bei jeder Art von Verpackung bestimmen drei ma\u00dfgebliche Faktoren die Herangehensweise: Das Produkt muss hinsichtlich seiner Art und der zu erwartenden Belastungen ad\u00e4quat gesch\u00fctzt werden. Die Verpackung muss die gew\u00fcnschten Marketing-Ma\u00dfnahmen unterst\u00fctzen und, je nach Produkt, gleichzeitig langlebig und einfach zu recyceln sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar sind Metalle f\u00fcr die Verpackungsindustrie schon seit langer Zeit nur eine Materialgruppe unter vielen. Dennoch stellen sie ihren Wert t\u00e4glich unz\u00e4hlige Male unter Beweis \u2013 sei es, um eine Limonade mit wenig Gewicht und dennoch stabil zu verpacken oder eine Armbanduhr besonders hochwertig zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Metallverpackungen: Lange Geschichte \u2013 und ebenso langer Weg<\/h2>\n\n\n\n<p>Um&nbsp;<strong>G\u00fcter&nbsp;<\/strong>einfacher zu&nbsp;<strong>transportieren<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Empfindliches<\/strong>&nbsp;zu&nbsp;<strong>sch\u00fctzen<\/strong>&nbsp;wurden schon immer Verpackungen verwendet. \u00dcber einen Gro\u00dfteil der menschlichen Geschichte kamen dazu Naturmaterialien wie Tierh\u00e4ute, gro\u00dfe Einzelbl\u00e4tter sowie geflochtene Fasern zum Einsatz.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"658\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-2-658x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1171\" srcset=\"https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-2-658x1024.jpeg 658w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-2-193x300.jpeg 193w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-2-768x1195.jpeg 768w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-2-987x1536.jpeg 987w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-2.jpeg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 658px) 100vw, 658px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die \u00c4gypter waren eine der ersten Hochkulturen, die Metalle f\u00fcr Verpackungen nutzen. Damit geh\u00f6rten Metallverpackungen zu den fr\u00fchesten \u201etechnischen\u201c Verpackungsarten neben Beh\u00e4ltnissen aus gebranntem Ton.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den \u00c4gyptern verwendeten zeitgleich existierende Hochkulturen des nahen Ostens und sp\u00e4ter unter anderem Griechen und R\u00f6mer Verpackungen aus Metall. Die Kr\u00fcge, Dosen oder Schatullen bestanden haupts\u00e4chlich aus Kupfer und Bronze und hatten vor allem zwei Vorteile:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>besonders&nbsp;<strong>guter Schutz<\/strong>&nbsp;von Gegenst\u00e4nden\/Produkten beim Transport und vor anderen Belastungen<\/li>\n\n\n\n<li>besonders&nbsp;<strong>edle, kostbare Anmutung<\/strong>&nbsp;durch die Materialwahl<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Da Metalle noch selten waren, hatten solche Verpackungen dementsprechend einen eigenen Status als Wertgegenstand. Doch obwohl&nbsp;<strong>Metallverpackungen<\/strong>&nbsp;lange Zeit genutzt wurden, blieben sie \u00fcber Jahrtausende hinweg weitgehend ein&nbsp;<strong>Luxusgut<\/strong>. Die&nbsp;<a href=\"https:\/\/dorp.de\/von-rennoefen-und-eisenschwaemmen\/\">Metallfertigung war fr\u00fcher sehr aufwendig<\/a>, entsprechend kostbar waren daraus bestehende Produkte. Metallene Verkaufsverpackungen blieben daher bis ins 19. Jahrhundert hinein eine ausgesprochene Seltenheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u00e4nderte sich erst mit der&nbsp;<strong>industriellen Revolution<\/strong>. In deren Zug wurden unterschiedlichste Metallprodukte zur Massenware \u2013 darunter nicht zuletzt Verpackungen. Metall als Grundmaterial wurde g\u00fcnstiger und war pl\u00f6tzlich in gr\u00f6\u00dferen Mengen verf\u00fcgbar. Gleichzeitig entstanden maschinelle Fertigungsmethoden, die die Bearbeitung effizienter machte. So entstanden neue Metallverpackungen, die durch ihren g\u00fcnstigen Preis gleichzeitig zur Wegwerfware wurden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group digression-box\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die St\u00e4rken von Metallverpackungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Metallverpackungen stehen seit jeher in Konkurrenz zu solchen aus anderen Materialien. Bis heute k\u00f6nnen sie jedoch mit einigen distinktiven St\u00e4rken punkten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>enorme Widerstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber physischen Beanspruchungen ohne Bruch- und Splittergefahr<\/li>\n\n\n\n<li>beste Barriereeigenschaften gegen Licht, Gase, Feuchtigkeit und andere Beeintr\u00e4chtigungen des Inhalts<\/li>\n\n\n\n<li>hohe Recyclingf\u00e4higkeit<\/li>\n\n\n\n<li>geringeres Gewicht als viele andere (Verpackungs-)Materialien<\/li>\n\n\n\n<li>keine Beeintr\u00e4chtigung durch Sterilisationsprozesse \u2013 vornehmlich Hitze<\/li>\n\n\n\n<li>je nach Anwendung eine h\u00f6herwertigere Anmutung als bei anderen Materialien<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Unter anderem haben dunkel und k\u00fchl gelagerte Lebensmittelkonserven dank der Metallverpackung eine Haltbarkeit, die viele Jahre \u00fcber das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum hinausgeht.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Metallverpackungen \u2013 die wichtigsten Materialien<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die unz\u00e4hligen unterschiedlichen Verpackungsarten und Einsatzzwecke werden f\u00fcr Verpackungen aus Metall insgesamt nur wenige verschiedene Materialien verwendet:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Wei\u00dfblech:<\/strong>&nbsp;Dieses h\u00f6chstens 0,49 mm starkes D\u00fcnnblech besteht aus einer Stahllegierung. F\u00fcr den Korrosionsschutz wird es wenige Nanometer dick beschichtet \u2013 meist mit Zinn, in manchen F\u00e4llen auch mit Chrom.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Aluminium:<\/strong>&nbsp;Dieses Material wird \u00fcberall dort genutzt, wo seine Korrosionsbest\u00e4ndigkeit und\/oder das geringere Gewicht gegen\u00fcber Stahlblech von Vorteil sind.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Edelstahl:&nbsp;<\/strong>Das Material gilt als besonders reiner und rosttr\u00e4ger Stahl.&nbsp;<a href=\"https:\/\/dorp.de\/der-werkstoff-edelstahl-im-portrait\/\">Edelstahl<\/a>&nbsp;kommt aufgrund seines Preises insbesondere bei Mehrwegverpackungen zum Einsatz, die f\u00fcr eine mehrfache Nutzung gedacht sind \u2013 insgesamt aber eher selten.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Verpackungen aus anderen Metallen existieren zwar, spielen aber bestenfalls eine Nischenrolle. Die Beschr\u00e4nkung auf wenige Materialien ist nicht zuletzt ein Plus f\u00fcr die Umwelt: Ein Gro\u00dfteil aller Metallverpackungen wird mittlerweile sehr effektiv recycelt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Metallverpackungen heute<\/h2>\n\n\n\n<p>Durch die Vielseitigkeit, g\u00fcnstige Herstellungskosten und eine hohe Recyclingf\u00e4higkeit sind&nbsp;<strong>Verpackungen aus Metall heute weit verbreitet<\/strong>. Eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fortunebusinessinsights.com\/de\/markt-f-r-metallverpackungen-103867\">Analyse des Marktforschungsinstituts Fortune Business Insights<\/a>&nbsp;sch\u00e4tzte den Markt f\u00fcr Metallverpackungen im Jahr 2023 auf 146,70 Milliarden US-Dollar. Erwartet wird ein Anstieg auf 194,68 Milliarden US-Dollar f\u00fcr das Jahr 2032 und damit eine durchschnittliche j\u00e4hrliche Wachstumsrate um 3,26 Prozent. Beh\u00e4lter und Dosen haben dabei den gr\u00f6\u00dften Marktanteil neben F\u00e4ssern, Kappen und weiteren Verschl\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einer der gr\u00f6\u00dften&nbsp;<strong>Nachteile des Materials<\/strong>&nbsp;ist die&nbsp;<strong>Korrosion<\/strong>. Vor allem Stahl bietet hier wenig Schutz bei einem Kontakt zu verschiedenen Fl\u00fcssigkeiten bzw. chemischen Substanzen. Weiterentwicklungen im Bereich der Beschichtungstechnologie k\u00f6nnen diesen Nachteil jedoch ausgleichen. Gleichzeitig sorgen vielf\u00e4ltige Verfahren bei Lackierungen und Bedruckungen f\u00fcr ein hochwertiges Erscheinungsbild und bieten kreative M\u00f6glichkeiten f\u00fcr das Marketing.<\/p>\n\n\n\n<p>Die<strong>&nbsp;Beschichtungen von Metallverpackungen mit Lebensmittelkontakt<\/strong>&nbsp;m\u00fcssen in der EU verschiedene Anforderungen erf\u00fcllen. Durch die vielf\u00e4ltigen Einsatzszenarien gibt es hier zahlreiche Varianten, was das folgende Beispiel zeigt: Bei einem dreiteiligen Aufbau erh\u00e4lt der&nbsp;<strong>Dosenk\u00f6rper<\/strong>&nbsp;einen&nbsp;<strong>Schutzlack<\/strong>. Zudem sind die N\u00e4hte mit einem speziellen&nbsp;<strong>Nahtschutzlack<\/strong>&nbsp;versiegelt. Deckel und Boden werden mit einer&nbsp;<strong>Falzdichtungsmasse<\/strong>&nbsp;versehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange Zeit wurden Konservendosen aus Wei\u00dfblech auf der Innenseite mit&nbsp;<strong>Lacken auf Epoxidharzbasis<\/strong>&nbsp;beschichtet. Das enthaltene&nbsp;<strong>Bisphenol A<\/strong>&nbsp;(BPA) soll heute allerdings aufgrund der \u00f6strogenen Wirkung vermieden werden und macht andere L\u00f6sungen notwendig. Das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Verfahrenstechnik und Verpackung IVV analysiert dazu&nbsp;<strong>neue Beschichtungen auf der Basis von Polyester<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Von allen Verpackungsmaterialien punkten Metalle mit ihrer&nbsp;<strong>guten Recyclingf\u00e4higkeit<\/strong>. Sie weisen hierzulande die h\u00f6chsten Quoten auf \u2013 mit einem deutlichen Vorsprung vor Plastik oder Verbundkartons f\u00fcr Fl\u00fcssigkeiten (siehe Grafik). Die Erzeugung neuer Stahlprodukte mit dem Einsatz von Schrott tr\u00e4gt zudem dazu bei, Ressourcen zu schonen. Es sind weniger Eisenerz und Kohle notwendig als bei der Stahlgewinnung ausschlie\u00dflich aus Eisenerz. Gleichzeitig sinkt beim Recycling von Wei\u00dfblech der Energieverbrauch um bis zu 70 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"688\" src=\"https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Grafik-Recyclingraten-1024x688.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1284\" srcset=\"https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Grafik-Recyclingraten-1024x688.png 1024w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Grafik-Recyclingraten-300x202.png 300w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Grafik-Recyclingraten-768x516.png 768w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Grafik-Recyclingraten-1536x1032.png 1536w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Grafik-Recyclingraten.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Beispiel Konservendose \u2013 der Verpackungschampion<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>1810<\/strong>&nbsp;wurden erstmals Lebensmittelkonserven statt in Glasbeh\u00e4ltern in Blechkanistern umgesetzt \u2013 die erste Konservendose war geboren. Aluminium- und Wei\u00dfblech werden zur Herstellung verwendet. Bei Letzterem bekommt das d\u00fcnne Stahlblech eine korrosionsbest\u00e4ndige Oberfl\u00e4che durch eine elektrolytische Beschichtung mit Zinn oder Chrom.<\/p>\n\n\n\n<p>Schritt f\u00fcr Schritt entwickelten sich die Produktionsmethoden durch neue technische L\u00f6sungen weiter:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Falz- und B\u00f6rdeltechniken<\/strong>&nbsp;zum Verschlie\u00dfen der Dose anstelle des&nbsp;<a href=\"https:\/\/dorp.de\/schweissen-und-loeten\/\">Verl\u00f6tens<\/a>&nbsp;(Gefahr von Bleivergiftung) sowie die&nbsp;<strong>Entwicklung luftdichter Falze<\/strong>&nbsp;zur Herstellung des zylindrischen Dosenk\u00f6rpers aus einem flachen Blechst\u00fcck 1888<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verwendung h\u00f6herlegierter St\u00e4hle<\/strong>&nbsp;anstelle von simplen Eisenlegierungen zum Ende des 19. Jahrhunderts<\/li>\n\n\n\n<li>Aufteilung in die getrennten Bauteile Boden, K\u00f6rper und Deckel 1904<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Innenbeschichtung von Konservendosen<\/strong>&nbsp;<strong>f\u00fcr<\/strong>&nbsp;<strong>Lebensmittel&nbsp;<\/strong>mit diversen Lacken und sp\u00e4ter Kunststoffen ab zirka 1914<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Nutzung von Tiefziehverfahren<\/strong>, um Dosen aus nur noch zwei Bauteilen herzustellen nach 1945<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verwendung von Aluminium<\/strong>&nbsp;ab 1958<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group digression-box\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Exkurs: Dosen \u00f6ffnen<\/h3>\n\n\n\n<p>\u00dcber die ersten Jahrzehnte des Erfolgs von Konservendosen war das \u00d6ffnen eine oft abenteuerliche Angelegenheit, weil stets diverse Werkzeuge zweckentfremdet werden mussten.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst Ende der 1850er erfanden Briten und US-Amerikaner spezialisierte Dosen\u00f6ffner. Sie waren jedoch zun\u00e4chst schwierig zu benutzen, weil die Dosen noch sehr gro\u00dfe Wandst\u00e4rken aufwiesen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als Weiterentwicklungen bei den Produktionstechniken es erm\u00f6glichten, wurden Dosen jedoch d\u00fcnner und Dosen\u00f6ffner zum bevorzugten \u00d6ffnungswerkzeug.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei lassen sich drei Entwicklungsrichtungen bzw. Herangehensweisen unterscheiden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>integrierte Dosen\u00f6ffner mit Sollbruchstellen<\/strong>, die \u00fcber ein Schl\u00fcsselwerkzeug oder einen Zieh-Ring funktionieren; zu letzterem geh\u00f6rt u. a. der sogenannte \u201eStay-on-Verschluss\u201c bei Getr\u00e4nkedosen<\/li>\n\n\n\n<li><strong>mechanisches Durchsto\u00dfen bzw. Zerschneiden des Metalls<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>das&nbsp;<strong>Aufhebeln der gefalzten Verbindung<\/strong>&nbsp;(wodurch keine scharfkantigen R\u00e4nder entstehen)<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Heute sind deutlich mehr als 500 unterschiedliche Konserventypen weltweit in Gebrauch. Als spezielle Form z\u00e4hlen dazu auch&nbsp;<strong>Getr\u00e4nkedosen<\/strong>. Mit ihrem Design l\u00e4sst sich die Verpackung gleichzeitig als Trinkgef\u00e4\u00df nutzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-3-1024x681.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1169\" srcset=\"https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-3-1024x681.jpeg 1024w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-3-300x200.jpeg 300w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-3-768x511.jpeg 768w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-3-1536x1022.jpeg 1536w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-3.jpeg 1623w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ihr Marktanteil hat sich in der Vergangenheit stark ver\u00e4ndert: 2002 wurden im deutschen Handel noch rund 7,5 Milliarden Dosen verkauft. Mit Einf\u00fchrung der&nbsp;<strong>Novellierung der Verpackungsverordnung<\/strong>&nbsp;und einer weitreichenden Pfandpflicht sank die Zahl auf 300 Millionen im Jahr 2003. Im Laufe der folgenden Jahre ist das Volumen wieder angestiegen \u2013 auf 3,2 Milliarden Dosen im Jahr 2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Vergleich zu Verpackungen aus Wei\u00dfblech weisen&nbsp;<strong>Getr\u00e4nkedosen aus Aluminium<\/strong>&nbsp;allerdings eine weniger positive Umweltbilanz auf. Trotz hoher Recyclingquoten von rund 98 Prozent ist der&nbsp;<strong>Energieverbrauch<\/strong>&nbsp;enorm hoch. Im Vergleich zur Produktion von Mehrwegflaschen aus Glas fallen dreimal so hohe CO<sub>2<\/sub>-Emmisionen an.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Vom Kronkorken bis zum Joghurtbecherdeckel: Weitere wichtige Metallverpackungen<\/h2>\n\n\n\n<p>Metalle werden in vielen weiteren Bereichen f\u00fcr Verpackungen eingesetzt. Dies sind die h\u00e4ufigsten Anwendungen:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-4-1024x683.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1167\" srcset=\"https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-4-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-4-300x200.jpeg 300w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-4-768x512.jpeg 768w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-4-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-4.jpeg 1620w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Beschichtungen:<\/strong>&nbsp;Verwendung als oft nur wenige Mikro- oder gar Nanometer-d\u00fcnne Folie oder Beschichtung, teils sogar lediglich aufgedampft<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Bauteil:<\/strong>&nbsp;Nutzung als relevantes Bauteil an einer Verpackung aus einem anderen Material (z. B. Aluminiumdeckel bei Kunststoffbechern, B\u00fcgel an einer Glasflasche, etc.)<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Weitere Vollmetallpackungen:<\/strong>&nbsp;zahlreiche Varianten von der Aluschale bis zum \u00d6lfass<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Getr\u00e4nkekartons<\/strong>&nbsp;\u2013 im Handel heute unter dem Markennamen Tetra Pak bekannt \u2013 enthalten ebenfalls Metall. Erfunden 1915, musste das Kartonmaterial schon von Anfang an zumindest auf der Innenseite gegen die Einwirkungen der Fl\u00fcssigkeiten gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst wurde daf\u00fcr Wachs und Lack verwendet. Weiterentwicklungen bei Beschichtungsverfahren gestatteten es jedoch, daf\u00fcr heute Metalle zu nutzen, prim\u00e4r Aluminium. Je nach Herstellungskonzept handelt es sich dabei entweder um eine sehr d\u00fcnne einlaminierte Folie oder (seltener) eine aufgedampfte Beschichtung.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine der fr\u00fchesten Erfindungen nach Etablierung der Konservendose war der&nbsp;<strong>Kronkorken<\/strong>. Er wurde vom US-Amerikaner William Painter 1892 patentiert und entwickelte sich nicht nur in seinem Heimatland vor allem bei den Bierbrauern schnell zu einem immensen Erfolg. Der Grund: Obwohl es sich um einen&nbsp;<strong>Einwegverschluss<\/strong>&nbsp;handelt, war und ist er&nbsp;<strong>deutlich g\u00fcnstiger herzustellen bzw. in die F\u00fcll- und Reinigungsprozesse zu integrieren<\/strong>&nbsp;als der bis dahin verwendete B\u00fcgelverschluss.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Kronkorken unter anderem in den USA von Anfang an ein Erfolg war, dauerte es in Deutschland noch bis weit in die 1950er Jahre, bevor er sich durchsetzte. W\u00e4hrend insbesondere in Asien, Australien, Frankreich, Nordamerika und S\u00fcdafrika mittlerweile haupts\u00e4chlich geschraubte (genannt \u201eTwist-off\u201c) Kronkorken zum Einsatz kommen, setzt der Rest der Welt mehrheitlich auf Verschl\u00fcsse, die mit Hilfe eines Werkzeugs (Flaschen\u00f6ffner) aufgehebelt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-5-1024x683.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1165\" srcset=\"https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-5-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-5-300x200.jpeg 300w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-5-768x512.jpeg 768w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-5-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/dorp.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/81234-Bild-5.jpeg 1620w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Da Metall sich \u00e4u\u00dferst leicht und vielf\u00e4ltig auswalzen und umformen l\u00e4sst, entstanden im Laufe der Zeit verschiedenste andere darauf basierende Verpackungen und Elemente. Zu nennen ist hier der&nbsp;<strong>Abrei\u00dfdeckel<\/strong>, wie etwa f\u00fcr Joghurtbecher \u00fcblich.&nbsp;<strong>Aluminiumschalen<\/strong>&nbsp;spielen im Bereich Convenience Food oder f\u00fcr portioniertes Tierfutter eine wichtige Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Industrieverpackungen sind&nbsp;<strong>F\u00e4sser<\/strong>&nbsp;eine vielseitige L\u00f6sung f\u00fcr die unterschiedlichsten Substanzen \u2013 und in den verschiedensten Gr\u00f6\u00dfen. 2023 hatten Stahlf\u00e4sser mit 59,10 Prozent den gr\u00f6\u00dften Marktanteil neben F\u00e4ssern aus Plastik oder Fasermaterial (Quelle:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fortunebusinessinsights.com\/de\/methodology\/markt-f-r-industrietrommeln-109584\">fortunebusinessinsights.com<\/a>). Sie punkten mit ihrer Stabilit\u00e4t und der Widerstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber Chemikalien und k\u00f6nnen beim Transport und Lagerung ausreichende Sicherheit auch bei gef\u00e4hrlichen Substanzen bieten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bildquellen:<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bild 1: stock.adobe.com \u00a9&nbsp;<a href=\"https:\/\/stock.adobe.com\/de\/images\/comida-enlatada\/65749457\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ZIQUIU<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Bild 2: stock.adobe.com \u00a9&nbsp;<a href=\"https:\/\/stock.adobe.com\/de\/images\/antique-vase-isolated-on-png\/531383533?asset_id=531383533\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stratos Giannikos<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Bild 3: stock.adobe.com \u00a9&nbsp;<a href=\"https:\/\/stock.adobe.com\/de\/images\/empty-new-aluminum-cans-for-drink-process-in-factory-line-on-conveyor-belt-machine-at-beverage-manufacturing-food-and-beverage-industrial-business-concept-high-quality-photo\/508846247\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">herraez<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Bild 4: stock.adobe.com \u00a9&nbsp;<a href=\"https:\/\/stock.adobe.com\/de\/images\/detail-of-a-beer-bottle\/8372516\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bernd J\u00fcrgens<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Bild 5: stock.adobe.com \u00a9&nbsp;<a href=\"https:\/\/stock.adobe.com\/de\/images\/aluminum-foil-for-food-packaging-on-automatic-packing-machine-in-food-product-factory-industrial-and-technology-concept\/917262660\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">gumpapa<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wei\u00dfblech und Aluminium sind die wichtigsten Materialien bei Verpackungen aus Metall. Wir zeigen einen \u00dcberblick zu den h\u00e4ufigsten Metallverpackungen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1173,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1125","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1125","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1125"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1125\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1345,"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1125\/revisions\/1345"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1173"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1125"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1125"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dorp.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}